... als die Tierwelt eingeteilt wurde

Wenn ich Menschen in Diskussionen zum Thema Führungsverhalten zuhöre, macht es mich oft nachdenklich. In Unternehmen und in Schulen sind noch immer Führungskräfte oder Lehrer tätig, die die defizitorientierte Brille aufhaben. Leider ist dies nicht mehr zeitgemäss und eine traurige Tatsache.
Wie viel schöner ist es doch, wenn wir jeden Tag an einen Ort zur Arbeit und zur Schule zu gehen, an dem unsere individuellen Stärken, Kompetenzen und Fähigkeiten erkannt und gefördert werden. Wenn wir wie ein starker Adler fliegen dürfen. Unser Bestes abrufen können und uns dort einbringen dürfen, wo wir gut sind.
‚Positive Leadership‘ mit einem stärkenorientierten Führungsverhalten und einer potenzialfördernden Organisationskultur gibt uns dazu konkrete Werkzeuge an die Hand, wie wir zu einem besseren Leader werden, bei dem Menschen gerne arbeiten, unser Bestes geben, gesund bleiben und damit zum Unternehmenserfolg beitragen.
Als Einstieg könnte für Sie der ‚PERMA-Lead-Profiler‘ (Testverfahren zu Führungs-verhalten) das Richtige sein. Dies ist ein einfaches Tool. Online beantworten Sie verschiedene damit Testfragen, wobei die Dauer zwischen 10 und 15 Minuten beträgt. Direkt im Anschluss an die Testung erfolgt die Auswertung. Dabei wird ersichtlich, in
welchen der ‚PERMA-Lead‘-Bereiche Sie aus dem vollen Potenzial schöpfen und in welchen Bereichen es noch Entwicklungspotenzial gibt. Dazu bekommen Sie als Führungskraft einen 16-seitigen Auswertungsbericht, in dem Ihre eigenen Ergebnisse, im Vergleich zu einer regelmässig aktualisierten Benchmark, dargestellt werden.

Sprechen Sie mich sehr gerne an, wenn Sie dieses Tool für sich selbst nutzen möchten.

Ihre Jacqueline Scherrer

Eine Geschichte …
Vor langer Zeit, als die Tierwelt in Schwimmer, Kletterer, Flieger und Läufer eingeteilt wurde, gab es eine Schule für die Entwicklung der Tiere. Die Theorie der Schule war es, dass die besten Tiere in der Lage sein sollten, eine Sache genauso gut zu machen wie die anderen. Und wenn ein bestimmtes Tier offensichtliche Begabungen hatte und gleichzeitig einige Schwächen, sollten die Zeit und die Anstrengungen für Letztere anstatt für die Ersteren verwendet werden. Wenn man ausgezeichnete Flügel hat, sollte man das Laufen fördern, um die fehlenden Qualitäten so weit wie möglich zu verbessern. So watschelte die Ente, anstatt zu schwimmen, und der Pelikan wackelte mit seinen kurzen Flügeln im Versuch, zu fliegen. Der Adler wurde zum Laufen gebracht und durfte nur zur Erholung fliegen. Kaulquappen wurden unbarmherzig verprügelt, weil sie weder die eine Sache noch die andere konnten.

Das alles geschah im Namen der Bildung! Der Natur war nicht zu vertrauen, da sie aus Individuen bestand. Individuen sollten nämlich symmetrisch entwickelt und für ihr eigenes Wohl, wie auch für das Wohlergehen der Gemeinschaft ähnlich sein. Die Tiere, die sich einer solchen Ausbildung nicht unterziehen wollten, sondern ihre besten Fähigkeiten weiterentwickelten, wurden entehrt und man nannte sie engstirnig, oder Spezialisten. Es wurden ihnen besondere Schwierigkeiten in den Weg gelegt, weil sie der Erziehungstheorie dieser Schule nicht folgten.

Die Schule durfte erst verlassen werden, wenn man in einer vorgeschriebenen Geschwindigkeit klettern, schwimmen, laufen und fliegen konnte. Und so passierte es, dass die Ente sehr viel Zeit damit verbrachte, das Laufen halbwegs zu erlernen. Das hinderte sie so sehr am Schwimmtraining, dass sie kaum in der vorgegebenen Geschwindigkeit schwimmen konnte. Dafür wurde sie beschimpft, bestraft und in vielerlei Hinsicht wurde ihr das Leben zur Last gemacht. Sie verliess die Schule gedemütigt, und sogar das Schnabeltier konnte besser laufen und schwimmen als sie. Tatsächlich gewann das Schnabeltier in beiden Disziplinen.

Der Adler machte keine Fortschritte bei der Aufgabe, auf die Spitze eines Baumes zu klettern, Obwohl er zeigte, dass er auf seine Weise ganz einfach dorthin gelangen konnte, wurde das als Fehler gewertet, da er es nicht auf die vorgeschriebene Weise machte. Ein abnormaler Aal mit grossen Brustflossen bewies, dass er laufen, schwimmen, auf Bäume klettern und sogar ein wenig fliegen konnte. Er wurde zum Abschiedsredner ernannt.

Quelle: Ebner, M., (2019). Positive Leadership: Erfolgreich führen mit PERMA-Lead: die fünf Schlüssel für High Performance (1. Auflage). Wien, Österreich: facultas Universitätsverlag; Positive Leadership S. 49

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