Unsere Realität

Die ‚Positive Psychologie‘, welche sich mit dem Denken, Fühlen und Handeln des Menschen beschäftigt, würde den Opa aus unserer heutigen Geschichte so beschreiben, dass er voller Optimismus ist und über ein ‚Growth Mindset‘ (ein Mindset mit Entwicklungszielen statt Leistungszielen) verfügt. Wohlbefinden und Lebenszufriedenheit sind die erkennbaren Wirkungen daraus. Er kennt und lebt die Kunst des Geniessens und erzielt dabei Ergebnisse und Erlebnisse, die ihn und andere Menschen glücklich machen. Er weckt in Anderen den Blick für das Schöne, die Bäume, die Blumen, die Sonne und die Kraft der Natur.

Herausfordernde Zeiten, wie wir sie seit 2020 erleben, verlangen uns aktuell viel ab. Menschen, die Werkzeuge kennen, wie sie widerstandfähiger, stärker und gelassener werden und wissen, wie sie schwierige Situationen leichter meistern können, leben viel gesünder. Die gute Nachricht ist: Unsere Einstellung können wir jederzeit neu auszurichten ¬- ein Leben lang! Denn unser Gehirn kann sich bis ins hohe Alter anpassen und stellt sich bis ins hohe Alter neue neuronale Verbindungen her.

Möchten Sie im Leben wirksam etwas verändern, um bessere Ergebnisse und schönere Erlebnisse zu erzielen? Ich zeige Ihnen wie dies sogar mit Leichtigkeit und Freude möglich ist.

Ihre
Jacqueline Scherrer 


Unsere Realität

„Opa, kann ich dich fragen, warum ich dich jeden Nachmittag auf dieser Bank auf dem Platz sitzen sehe und du in Richtung Sonne lächelst?“ Der alte Mann senkte langsam den Kopf, hielt kurz inne, sah ihn mit großer Zärtlichkeit an und antwortete mit großem Frieden: „Ich stricke“.

Der Junge lächelte. „Wie strickt man ohne Wolle und Nadeln Großvater?“
„Ich stricke Realitäten“, sagte der alte Mann. „Es mag so aussehen, als würde ich hier nichts tun", fuhr er fort, "aber indem ich ruhig bleibe, lasse ich mein Herz eine harmonische Umgebung schaffen. Ich segne auch alle, die an diesem Platz vorbeikommen, mit meinen Gedanken und Absichten, damit sie den besten Tag haben. So stricke ich. Ich grüße sie immer mit Liebe, ich lächle sie offen an, und wenn ich sie traurig sehe, hebe ich meinen Stock und sage: Komm schon, das wird schon wieder. Ich bitte auch die Vögel, mir dabei zu helfen, ihnen Kraft durch ihren Gesang zu geben, weil ihre wunderbaren Klänge revitalisieren und heilen".

Der Junge war absolut erstaunt. Er konnte nicht glauben, was er hörte.
"Bei dieser leuchtenden Aufgabe, der Erschaffung einer harmonischen Umgebung beizutragen, bin ich nicht alleine", bemerkte der Alte. Er breitete seine Arme aus und rief: „Sieh dir die Schönheit an, die die Bäume ausstrahlen. Rieche den wundervollen Duft, den die Blumen mit uns teilen, ohne etwas dafür zu verlangen. Schau dir die unermüdliche Arbeit dieser Bienen an und sieh, wie frei die Hunde spielen. Fühle, wie der Wind dich streichelt. Die Existenz strickt auch, auf ihre Art. In meinem Fall stricke ich gerne mit Lichtfäden, deshalb öffne ich jeden Nachmittag mein Herz, damit die Sonnenstrahlen eintreten, mich streicheln und sich zusammen mit meinen reinsten Gefühlen auf dem Boden verankern, damit Mutter Erde spürt, wie sehr ich sie liebe".
Schließlich betonte der alte Mann: „Egal wie alt wir sind, wir alle können dazu beitragen, den Stoff einer bewussteren, sensibleren, solidarischen und menschlicheren Welt zu weben, indem wir unsere besten Absichten über die Grenzen hinaus reisen lassen. Wir können auch viel Liebe ausstrahlen, damit sich Wunden schließen, Herzen öffnen und jeder sein maximales Potenzial erreicht, um die transformierende Kraft einfacher Dinge zu entdecken".

Die Augen des Jungen begannen zu leuchten. Und in diesem Moment flüsterte der Junge dankbar: „Ich gehe nach Hause Opa. Ich muss das alles meiner Mutter erzählen, denn sie, die zu den Menschen gehört, die ich am meisten liebe auf dieser Welt, strickt immer noch mit Wolle und Nadel."

 

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